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  • Sara Hofstetter

Das Jahresrad dreht sich weiter – have a blessed Yule

Aktualisiert: 22. Dez. 2021


Julfest

Datum: 21.12 (20.-22.12)

Bezeichnungen: Yule, Jul, Wintersonnenwende, Winter Solstice (Englisch), Alban Arthuan, Modhro

Thema: längste Nacht, kürzester Tag – die Tage werden wieder länger

Umgang: Tempo verlangsamen, in die Stille hören, Ruhe und Rückzug

Pflanzen: Lorbeer, Rosmarin, Zimt, Zeder, Myrrhe, Weihrauch, Eibe


Die Wintersonnenwende feiert die längste Nacht und den kürzesten Tag. Die Tage werden langsam wieder länger und wärmer, da die Sonne langsam wieder zurückkehrt. So sagt man, dass die Muttergöttin einmal mehr den Sonnenkönig zur Welt bringt.


Ab der Wintersonnenwende nimmt die Anzahl der hellen Stunden von Tag zu Tag wieder zu (um 2-3 Minuten pro Tag). Es ist aber auch gleichzeitig in der Zeit der Dunkelheit, in welcher man loslassen lernt, Abschluss und Abschied trifft und wenn die Bäume ihr Blätterkleid endgültig verlieren, weht die kalte Winterluft Klarheit zwischen den Ästen hindurch – Auch Klarheit in unserem Leben.

In dieser Schattenzeit mag die Dunkelheit auf das Gemüt drücken, doch eigentlich will sie uns nur erden, damit wir wieder mit uns selbst in Verbindung kommen und tiefste Gefühle und Emotionen entdecken dürfen. Geduld und Ausdauer sind nun die besten Begleiter – wir dürfen Rückzug und Innenschau wieder als Schatz erkennen, den sie sind. Wir dürfen also unsere Energiereserven wieder auftanken.


Das Julfest steht für den Kreislauf des Lebens du für die Fruchtbarkeit. Ohne die düsteren Phasen des Jahres, gäbe es auch keinen Frühling oder Sommer. Und im Laufe des Jahreszykluses sammelt sich einiges an, was nun überdacht und bereinigt werden darf. So bietet sich die Wintersonnenwende wunderbar für Rituale und Selbstreflektionen an.


Selbstreflektion

Mach es dir bequem, zünde eine Kerze an und hole dein persönliches Notizbuch hervor. Versuche ganz intuitiv zu schreiben, das was als erstes – aus dem Herzen kommt.


Was unterdrücke ich?

Wo möchte ich Klarheit bekommen?

Was habe ich grosses überwunden?

Woran halte ich noch fest, obwohl Loslassen Heilung bringen wird?

Was liegt mir schwer auf der Brust?

Wonach sehne ich mich?

Wovon möchte ich mich befreien?

Was steht der Freiheit im Weg?


Nun, da Platz geschaffen wurde, darf man auch neues einladen und auch hier in eine Reflektion kommen.


Wofür habe ich Platz gemacht?

Was möchte ich dafür in mein Leben einladen?

Was sind meine Visionen/Ziele mit dem, was neu kommen darf?


Ritual

Zünde dir ein Feuer an (draussen im Wald oder zu Hause im Kamin oder kleiner mit einer Kerze oder Feuerschale – bitte schau, dass du dies auf einem unbrennbaren Untergrund machst) und nimm dir Zeit, die Fragen nochmals durchzugehen oder dein Jahr Revue passieren zu lassen. Sobald du dich bereit fühlst, wird es Zeit das Geschriebene an das Feuer zu übergeben. Während du den Flammen zusiehst, versuche in dich hinen zu horchen und einen Kraftsatz zu empfangen, der dich im kommenden Jahr begleiten darf. Schreibe dir diesen Satz auf und wenn du willst, kannst du mit diesem dann in die kommenden Rauhnächte gehen.




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